Krankenversicherung

Bei unserem Besuch der Frauengruppen in Rukira vor einem Jahr berichtete uns Jacqueline (eine Frau unserer Gruppe), dass ihre damals 6 jährige Tochter seit 4 Wochen an starken Unterleibsschmerzen litt. Da sie kein Geld für eine Krankenversicherung hatte, war keine medizinische Versorgung möglich. Wir nahmen sie mit ins Krankenhaus und es stellte sich heraus, dass es eine einfach zu behandelnde Pilzerkrankung war. Aus diesem Grund beschlossen wir, den Frauen und ihren Familien für ein Jahr eine Krankenversicherung zu bezahlen. Eine Krankenversicherung für ein Jahr kostet pro Person 4 Euro.
Vor ein paar Tagen besuchten wir die Frauen. In unserem Gespräch stellte sich heraus, dass jede Familie die Krankenversicherung mindestens einmal benötigt hat. Aktuell hatte eines der Kinder Malaria und konnte so mit Medikamenten versorgt werden. Da es noch immer für die Frauen schwierig ist, das nötige Geld für die Krankenversicherung zu bezahlen, beschlossen wir sie ein weiteres Jahr zu unterstützten.


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Traumatherapie

Im letzen Jahr wurde im Dorf, in dem sich die Frauengruppen befinden, eine neue Gedenkstätte für den Völkermord von 1994 errichtet. Die kürzlich gefundenen Leichname wurden dorthin gebracht. Bei der Eröffnung erkannte eine unserer Frauen aus Rukira aufgrund der Kleidung ihren toten Bruder. Das hat ihr Trauma wieder ausgelöst, sodass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und tagelang nichts mehr geredet hat. Viele der Frauen leiden noch immer unter den schrecklichen Erlebnissen, z.B. Massenvergewaltigungen oder Verlust der eigenen Kinder, während des Völkermords. Dies veranlasste uns dazu, eine Traumatherapeutin zu suchen, um den noch immer traumatisierten Frauen zu helfen.
Nun schon zum 7. mal trafen sich 10 unserer Frauen mit Charlotte, der Psychologin, zur Gruppentherapie.
Bei diesem Treffen waren wir mit dabei. Da die Therapie auf Kinyarwanda war, haben wir nur wenig verstanden. Doch die Art wie Charlotte die Gruppentherapie leitete, überzeugte uns sehr. Die Frauen sind sehr dankbar über die Möglichkeit, an der Therapie teilzunehmen. Eine der Frauen nimmt dafür sogar einen 4 stündigen Fußmarsch in Kauf. Es freut uns sehr, dass alle Frauen den Eindruck haben, dass ihnen die Therapie viel dabei hilft, ihre Erlebnisse besser zu verarbeiten.
Zum Abschluss überreichten uns die Frauen ein Geschenk, zum Zeichen ihrer Dankbarkeit. Dies hat und sehr gerührt.

 

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Ein kleiner Bericht aus Rwanda:

Wie ihr sicher wisst, sind wir seit Ende Dezember wieder vor Ort, um unsere bestehenden Frauengruppen zu besuchen und auch neue Projekte zu starten. Am 05.01.16 waren wir in Shyorongi. Dort besuchten wir die Frauengruppe, welche vor 11 Monaten einen Kredit bekommen hat.Von dem Geld haben die Frauen Schweine und Ziegen gekauft. Es war schön zu sehen, dass die Schweine so gewachsen sind und auch Nachwuchs bekommen haben. Fast alle Frauen konnten ihren Kredit bereits komplett zurück zahlen. Alle möchten einen neuen Kredit aufnehmen, um ihr Geschäft weiter auszubauen. Wir von Kwizera e.V. freuen uns sehr, dass diese Gruppe als starkes Team auftritt, welches sich sehr gut gegenseitig unterstützt.

Sonnige Gruesse von Kathrin, Sarah und Anna

 

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Jahresrückblick 2015

Das Jahr 2015 war voller schöner Ereignisse.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die in irgendeiner Weise unser Projekt unterstützt haben.
Wir wünschen Ihnen allen ein glückliches und gesundes neues Jahr 2016!
In unserem Jahresrückblick finden Sie einen Überblick über Aktionen, die Arbeit vor Ort und vieles mehr:

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Ein schönes Weihnachtsgeschenk

Im November haben die beiden Gruppen aus Rusiga zwei neue Kredite in Höhe von 250 € und 350 € erhalten. Von dem Geld mieten sie ein großes Feld, um Tomaten, Kartoffeln und Erbsen anzubauen. Wenn alles gut geht, können sie bereits im Januar die erste Ernte mit hohem Profit verkaufen. Einige Frauen haben sich von dem Geld zusätzlich noch ein Schwein oder eine Ziege gekauft. Besonders viel Glück hatte Mary Louise, deren Schwein Anfang Dezember 9 Junge bekommen hat! Vom Verkauf der Ferkel kann sie die Schulgebühren für die Kinder finanzieren. Die Familie ist sehr glücklich darüber und Mary Louise meinte, dass sie sich nie vorstellen konnte, dass sie so etwas durch einen Kredit erreichen kann. Ein tolles Weihnachtsgeschenk für die Familie und auch für uns, da es immer schön ist, zu sehen, wie die Hilfe ankommt.

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Spendenkonto

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